DSL in Tawern - eine endlose Geschichte?
Deutsche Telekom AG (DTAG) nimmt Stellung zur DSL-Versorgung in Tawern

Mai 2008 war der im September 2007 von der DTAG vorgebene Solltermin; März 2009 gilt derzeit als Realisierungstermin, sofern man der aktuellen Mitteilung aus der DTAG-Zentrale in Bonn vom Juni 2008 vertrauen kann.

Auf Grund terminlicher Unsicherheiten seitens des zuständigen Technikbereiches haben wir Karl Diller, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, gebeten, eine Anfrage bezüglich der DSL-Versorgung der Gemeinde Tawern bei der DTAG zu tätigen. Dillers Anfrage bezog sich hierbei auf die im September 2007 vom Telekom Kundenservice GmbH, Eschborn, im Auftrag des T-Com Vorstandes erfolgte Zusage an den SPD-Fraktionsvorsitzenden Egon Sommer, Tawern werde in das Ausbauprogramm 2008 aufgenommen.

Zur Verdeutlichung der bisherigen Ansätze und der Perspektiven geben wir hier den Wortlaut des Schreibens der DTAG an Karl Diller zur Kenntnis:

Deutsche Telekom AG, 13. Juni 2008
DSL-Versorgung der Gemeinde Tawern, Kreis Trier-Saarburg

Sehr geehrter Herr Staatssekretär,

Herr Obermann dankt Ihnen für Ihr Schreiben zur DSL-Versorgung in der Gemeinde Tawern, Kreis Trier-Saarburg. Er hat mich gebeten, Ihnen zu antworten.

Seien Sie versichert, dass es der Deutschen Telekom AG ein Anliegen ist, möglichst vielen Kunden T-DSL zur Verfügung zu stellen. Dazu haben wir in den vergangenen Jahren umfangreiche Investitionen getätigt. Wir setzen uns in diesem Zusammenhang unter anderem auch konsequent dafür ein, dass mittel- und langfristig keine digitale Spaltung zwischen Ballungsräumen und ländlichen Gebieten entsteht.

Ich habe Ihr Schreiben zum Anlass genommen, die Planungen zur DSL-Versorgung in der Gemeinde Tawern zu prüfen. Unsere derzeitigen Planungen sehen einen DSL-Ausbau in 2009 (13. KW) vor. Die seinerzeit gemachte Aussage des Kollegen Czwikla an die Gemeinde Tawern entsprach zum damaligen Zeitpunkt dem Stand der Dinge. Zwischenzeitlich erfolgten jedoch neue Planungen, die für die Gemeinde Tawern leider erst einen Ausbau im 2009 beinhalten. Die Gemeinde wurde von unserer Technik bereits entsprechend informiert.

Bis dahin müssen die unversorgten Kunden in den Ortsteilen jedoch nicht auf Breitband verzichten. Dort wo derzeit leitungsgebundenes DSL nicht erhältlich ist, bietet die Deutsche Telekom AG ihren Kunden alternative Breitbandprodukte an. So haben wir kürzlich ein neu- es bidirektionales Satellitenprodukt auf den Markt gebracht, das nahezu die gleichen Eigenschaften wie das leitungsgebundene DSL aufweist. Damit ist es möglich, Breitband flächendeckend überall in Deutschland zu einem angemessenen Preis zu erhalten. Gleiches gilt auch für besondere kundenindividuelle Breitbandlösungen für Geschäftskunden. Über den Mobilfunk steht außerdem zusätzlich in vielen Teilen Deutschlands eine Breitbandversorgung zur Verfügung, die mittels neuer Technologie Geschwindigkeiten ermöglicht, die an DSL heranreichen. Auch wenn derartige Produkte derzeit noch etwas teurer als das Massenmarktprodukt T-DSL sind, kann die Deutsche Telekom AG mit dem genannten Produkt portfolio grundsätzlich alle Bürger oder Unternehmen breitbandig versorgen.

Sehr geehrter Herr Staatssekretär, ich würde mich freuen, wenn Ihnen diese Informationen weiterhelfen. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

gez. W.K. LL.M
Leiter Politik & Regulierung
Deutsche Telekom AG

Unser Kommentar
Wir würden uns auch sehr freuen, wenn die Information nicht nur Staatssekretär Diller weiterhelfen würde, sondern dafür steht, dass die 13. Woche 2009 als Inbetriebnahmetermin für die flächendeckende DSL-Versorgung in Tawern real eingestuft ist. Nach Auskunft der ausführenden Stelle für Netzinfrastruktur in Trier ist der Ausführungstermin als gesichert anzusehen. 
Partiell ist in Bereichen Tawerns die Versorgung mit dem sog. TDSL-light möglich. Wer nicht in diesen Bereichen wohnt, muss sich vorerst wohl mit der heute nicht mehr unbedingt geltenden Weisheit "Gut Ding braucht Weile" trösten. Im Hinblick auf die Planung für Tawern und Fellerich darf die Gemeinde mit einem exellenten, das heißt, hochbitratigem Ausbau rechnen.