Homepage des SPD-Ortsvereins Tawern schreckt
CDU-Abgeordneten mit "Kleinen Anfragen"
im Landtag Rheinland-Pfalz auf
Sozialdemokratisches Wunschprojekt
"Moselbrücke Temmels (D) -
Mertert/Wasserbillig (L)" im Landtag
Eine von Finanzstaatssekretär Karl Diller, MdB, bereits im Mai 2007 ins Gespräch gebrachte Moselbrücke bei Temmels hat die christdemokratischen regionalen Moselaufstiegsverfechter schon damals auf den Plan gerufen. Die ursprünglich in Luxemburg entstandene und jetzt wieder von der SPD in der VG Konz belebte Brückenidee in Höhe des Merterter Hafens sorgt für Aufregung. Bernd Henter, CDU-MdL bringt es mit einer Frage selbst auf den Punkt: dass es die Auffassung vieler kommunalpolitisch CDU-Verantwortlicher vor Ort sei, dass eine neue Moselbrücke bei Temmels zwar lokale Vorteile u. a. beim Pendlerverkehr zwischen Deutschland und Luxemburg, jedoch keine Entlastung beim großräumigen Verkehr bringen würde. Es sei auch keine wirkliche Alternative zum bisher geplanten Moselaufstieg bei Igel. Die Variante (Temmels) werfe die Frage auf, wie sich die hierdurch zu befürchtenden, stark zunehmenden Verkehrsströme durch Temmels, Oberbillig sowie Tawern-Fellerich kanalisieren ließen?
Jeder einigermaßen vernünftig denkende Mensch weiß mittlerweile, dass der von
CDU-Seite favorisierte Moselaufstieg bei Igel im Verlauf der B 51 neue große
Verkehrsmengen in unseren Raum ziehen würde. Wollen wir, wie mit dem sog.
Moselaufstieg vorhersehbar wäre, wirklich noch mehr Verkehr in unseren
Raum ziehen?
Gewollt ist, und das stellt sogar Henter fest, dass die Brückenlösung bei
Temmels lokale Vorteile, u.a. beim Pendlerverkehr zwischen Deutschland und
Luxemburg, und somit wirksame Entlastung ohne größere Mehrbelastung bringen könnte.
Gepaart mit den Interessen luxemburgischer Kommunen und Aufteilung der Kosten
zu gleichen Teilen zwischen Luxemburg und Deutschland müsste eine solche zusätzliche
Moselüberquerung die Unterstützung der sich alltäglich durch das Verkehrschaos
im Bereich des einzigen Grenzüberganges im Raum Obermosel/
Grevenmacher/Wasserbillig/Mertert quälenden Pendler finden. Der grenznahe Raum zwischen Luxemburg und Deutschland
wäre Gewinner durch die bessere Infrastruktur; auch und
besonders für den grenzüberschreitenden ÖPNV würde ein zusätzlicher
Brückenschlag über die Mosel der Region nützen. Die Überlegung hierbei: Zügige
und somit attraktive ÖPNV-Verkehre nach Luxemburg, die eine Entlastung von ca.
50 PKW weniger pro eingesetzem Bus zur Folge haben könnte.
Drucksache 15/1229 20. 06. 2007 K l e i n e A n f r a g e des Abgeordneten
Bernhard Henter (CDU) und A n t w o r t des Ministeriums für Wirtschaft,Verkehr,
Landwirtschaft und Weinbau Planungen einer
Moselbrücke
bei Temmels als Ersatz des sog. Moselaufstiegs im Zuge der Westumfahrung von
Trier Die Kleine Anfrage 789 vom 29. Mai 2007 hat folgenden Wortlaut:
Laut jüngsten Presseberichten (Trierischer Volksfreund vom 26./27. Mai 2007)
soll der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium Karl Diller eine neue
Variante eines sog. „Moselaufstiegs“ ins Gespräch gebracht haben. Es handelt
sich hierbei um einen Neubau einer Moselbrücke bei Temmels, die eine
kostengünstigere Alternative zur bisher geplanten Moselüberquerung bei Igel im
Zuge der sog. Westumfahrung Trier darstellen und in ein entsprechendes
Verkehrsgutachten einbezogen werden soll, welches „zur entscheidenden Grundlage
bei der Einstufung von Straßenbauprojekten bei der Fortschreibung des
Bundesverkehrswegeplanes 2009/2010 in den vordringlichen Bedarf“ werden soll.
Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:
1. Gibt es seitens der Landesregierung bzw. – soweit der Landesregierung
bekannt – der Bundesregierung zwischenzeitlich konkrete Überlegungen oder werden
Überlegungen angestrebt, die nach Aussagen von Staatssekretär Diller dazu führen
sollen, als Ersatz des sog. Moselaufstiegs bei Igel eine neue Variante zu
prüfen, die vorsieht, eine Moselbrücke bei Temmels zu errichten?
Wenn ja, wie sehen diese Überlegungen detailliert aus, mit welchen
Kosteneinsparungen kann bei einer neuen Variante gerechnet werden und in welchem
konkreten Zeitrahmen könnte eine Realisierung dieser Variante erfolgen?
2. Wie bewertet die Landesregierung die Überlegungen des Staatssekretärs Diller und beabsichtigt die Landesregierung, diese Vorstellungen in ihre weiteren Planungen einfließen zu lassen? Wenn ja, bitte detaillierte Begründung.
3. Teilt die Landesregierung die Auffassung vieler kommunalpolitisch Verantwortlicher vor Ort, dass eine neue Moselbrücke bei Temmels zwar lokale Vorteile u. a. beim Pendlerverkehr zwischen Deutschland und Luxemburg, jedoch keine Entlastung beim großräumigen Verkehr bringen würde und somit keine wirkliche Alternative zum bisher geplanten Moselaufstieg bei Igel sein kann? Wenn nein, bitte detaillierte Begründung.
4. Wie bewertet die Landesregierung bei einer Realisierung dieses Projektes die Auswirkungen einer zusätzlichen Belastung im Hinblick auf den gestiegenen Durchgangsverkehr für die Ortsgemeinde Oberbillig?
Das Ministerium für Wirtschaft,Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau hat die Kleine Anfrage namens der Landesregierung mit Schreiben vom 19. Juni 2007 wie folgt beantwortet:
Zu Frage 1:
Der mögliche Bau einer Moselbrücke bei Temmels geht auf Überlegungen von
Luxemburg zurück, im Bereich des Luxemburger Hafens Mertert eine neue
grenzüberschreitende Straßenverbindung zu errichten. Diese Überlegungen befinden
sich noch in einem sehr frühen Stadium.
Zu den Fragen 2 und 3:
Zu den verkehrlichen Auswirkungen einer möglichen Moselbrücke bei Temmels ist im
April 2007 eine erste Verkehrsbefragung durchgeführt worden, um die
Pendlerströme zwischen dem Großraum Trier und Luxemburg zu erfassen.
Druck: Landtag Rheinland-Pfalz, 4. Juli 2007 b. w. LANDTAG RHEINLAND-PFALZ
15. Wahlperiode
Drucksache 15/3105 - 12. 02. 2009 K l e i n e A n f r a g e des Abgeordneten Bernhard Henter (CDU) und A n t w o r t des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Planungen zur Errichtung einer Moselbrücke zwischen Temmels und Mertert/Wasserbillig (Luxemburg) als Ersatz des sog. Moselaufstiegs im Zuge der Westumfahrung von Trier
Die Kleine Anfrage 1947 vom 19. Januar 2009 hat folgenden Wortlaut:
Mit meiner Kleinen Anfrage 789 hatte ich u. a. die Frage aufgeworfen, ob der
Landesregierung Überlegungen bekannt seien, dass als Ersatz des sog.
Moselaufstiegs bei Igel eine neue Variante geprüft werden soll, die vorsieht,
eine Moselbrücke bei Temmels zu errichten. In der Beantwortung meiner
vorgenannten Kleinen Anfrage teilte die Landesregierung u. a. mit (Drucksache
15/1229), dass dieses Vorhaben in eine gemeinsam mit dem Bund und Luxemburg
geplante verkehrswirtschaftliche Untersuchung für die Region einbezogen werde
und dass mit ersten Ergebnissen dieser Untersuchung voraussichtlich Ende 2008
gerechnet werden könne. Auf dieser Grundlage könnten sodann Aussagen über die
verkehrlichen Auswirkungen der verschiedenen Planungsvarianten getroffen werden.
Zwischenzeitlich veröffentlichte der SPD-Ortsverein Tawern auf seiner
Internet-Homepage einen Artikel mit der Überschrift: „Brückenprojekt Temmels (D)
– Mertert/Wasserbillig (L) – Übereinstimmung zwischen luxemburgischen und
deutschen Kommunalpolitikern“. In diesem Artikel wird weiter ausgeführt,
dass in gemeinsamen Konferenzen luxemburgischer und deutscher Kommunalpolitiker
zur Problematik des grenzüberschreitenden Verkehrs im Raum Obermosel sich
übereinstimmende Überlegungen verdeutlichten, ein deutsch-luxemburgisches
Brückenprojekt zu favorisieren, und dass der über viele Jahre verfolgte
Brückenschlag im Verlauf der B 51 nach Igel vom Tisch sei. Vor diesem
Hintergrund frage ich die Landesregierung:
1. Liegen die vorstehend erwähnten, mit dem Bund und Luxemburg geplanten
verkehrswirtschaftlichen Untersuchungen für die Region zwischenzeitlich vor und
welches Ergebnis haben diese Untersuchungen erbracht? Wenn ja, welche konkreten
Ergebnisse ergeben sich aus diesen Untersuchungen (bitte detaillierte
Auflistung)? Wenn nein, bis wann ist mit dem Abschluss der Untersuchungen
konkret zu rechnen?
2. Welche Aussagen können aufgrund dieser Untersuchungen hinsichtlich der
verkehrlichen Auswirkungen der verschiedenen Planungsvarianten für die Region
getroffen werden (bitte detaillierte Aussagen)?
Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau hat die Kleine Anfrage namens der Landesregierung mit Schreiben vom 12. Februar 2009 wie folgt beantwortet:
Zu den Fragen 1 und 2:
Die in der Fragestellung genannte verkehrswirtschaftliche Untersuchung zum
großräumigen Verkehr im Korridor Mosel-Saar-Eifel soll nunmehr voraussichtlich
bis Mitte 2009 abgeschlossen werden.
Druck: Landtag Rheinland-Pfalz, 20. Februar 2009 LANDTAG RHEINLAND-PFALZ
15. Wahlperiode
Drucksache 15/3106 - 12. 02. 2009 K l e i n e A n f r a g e des Abgeordneten Bernhard Henter (CDU) und A n t w o r t des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Planungen zur Errichtung einer Moselbrücke zwischen Temmels und Mertert/Wasserbillig (Luxemburg) als Ersatz des sog. Moselaufstiegs im Zuge der Westumfahrung von Trier
Die Kleine Anfrage 1948 vom 19. Januar 2009 hat folgenden Wortlaut:
Mit
meiner Kleinen Anfrage 789 hatte ich u. a. die Frage aufgeworfen, ob der
Landesregierung Überlegungen bekannt seien, dass als Ersatz des sog.
Moselaufstiegs bei Igel eine neue Variante geprüft werden soll, die vorsieht,
eine Moselbrücke bei Temmels zu errichten. In der Beantwortung meiner
vorgenannten Kleinen Anfrage teilte die Landesregierung u. a. mit (Drucksache
15/1229), dass dieses Vorhaben in eine gemeinsam mit dem Bund und Luxemburg
geplante verkehrswirtschaftliche Untersuchung für die Region einbezogen werde
und dass mit ersten Ergebnissen dieser Untersuchung voraussichtlich Ende 2008
gerechnet werden könne. Auf dieser Grundlage könnten sodann Aussagen über die
verkehrlichen Auswirkungen der verschiedenen Planungsvarianten getroffen werden.
Zwischenzeitlich veröffentlichte der SPD-Ortsverein Tawern auf seiner
Internet-Homepage einen Artikel mit der Überschrift: „Brückenprojekt Temmels (D)
– Mertert/Wasserbillig (L) – Übereinstimmung zwischen luxemburgischen und
deutschen Kommunalpolitikern“. In diesem Artikel wird weiter ausgeführt, dass in
gemeinsamen
Konferenzen luxemburgischer und deutscher Kommunalpolitiker zur Problematik
des grenzüberschreitenden Verkehrs im Raum Obermosel sich übereinstimmende
Überlegungen verdeutlichten, ein deutsch-luxemburgisches Brückenprojekt zu
favorisieren und dass der über viele Jahre verfolgte Brückenschlag im Verlauf
der B 51 nach Igel vom Tisch sei. Vor diesem Hintergrund frage ich die
Landesregierung:
1. Sind der Landesregierung „übereinstimmende Überlegungen“ zwischen luxemburgischen und deutschen Kommunalpolitikern bekannt, welche das vorgenannte deutsch-luxemburgische Brückenprojekt favorisieren, sowie die Aussage, dass der Brückenschlag im Zuge des sog. Moselaufstiegs vom Tisch sei, und wie bewertet die Landesregierung diese Aussagen?
2. Wie soll die Finanzierung einer solchen Brückenvariante zwischen Temmels und Mertert/Wasserbillig erfolgen (bitte konkrete Darlegung der Gesamtkosten und der auf die Bundesrepublik und Luxemburg entfallenden Anteile)?
3. Wie bewertet die Landesregierung im Zusammenhang mit den vorstehenden Aussagen die Auffassung ebenso vieler kommunalpolitisch Verantwortlicher vor Ort, dass eine neue Moselbrücke bei Temmels zwar lokale Vorteile u. a. beim Pendlerverkehr zwischen Deutschland und Luxemburg, jedoch keine Entlastung beim großräumigen Verkehr bringen würde und somit keine wirkliche Alternative zum bisher geplanten Moselaufstieg bei Igel sein kann, da diese Variante die Frage aufwirft, wie sich die hierdurch zu befürchtenden, stark zunehmenden Verkehrsströme durch Temmels, Oberbillig sowie Tawern-Fellerich kanalisieren ließen?
4. Wie bewertet die Landesregierung bestehende Vorstellungen, die Verkehrsbelastung für die tangierten Ortschaften durch folgende Folgemaßnahmen zu reduzieren: Neutrassierung der L 136 oberhalb von Temmels, von Tawern kommend, sowie eine Troglösung (Absenkung der B 419 auf Bahnniveau und Überbauung) für die Ortsdurchfahrt Oberbillig (B 419) zu schaffen?
5. Bestehen nach Kenntnis der Landesregierung Planungen, wie der zu
befürchtende, stark zunehmende Verkehrsstrom (Pendlerverkehr nach und von
Luxemburg) durch die Ortschaften Tawern und Temmels geführt werden soll? Sind
hier entsprechende Umgehungen vorgesehen und wie sollen diese realisiert werden?
Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau hat die
Kleine Anfrage namens der Landesregierung mit Schreiben vom 12. Februar 2009 wie
folgt beantwortet:
Zu den Fragen 1, 3 und 5:
Die genannten Überlegungen sind der Landesregierung bekannt. Abschließende
Aussagen über den möglichen Bau von Ortsumgehungen bei Temmels, Oberbillig sowie
Tawern-Fellerich können erst nach Vorlage der verkehrswirtschaftlichen
Untersuchung zum großräumigen Verkehr im Korridor Mosel-Saar-Eifel getroffen
werden.
Zu Frage 2:
Der mögliche Bau einer Moselbrücke im Bereich des Luxemburger Hafens Mertert
geht auf Überlegungen seitens Luxemburg zurück. Konkrete Aussagen über
Gesamtkosten und die Finanzierung können zum jetzigen, sehr frühen
Planungsstadium noch nicht getroffen werden.
Zu Frage 4:
Im Zusammenhang mit der landesweiten Bewertung der
Landesstraßenneubaumaßnahmen wurde eine Ortsumgehung Temmels im Zuge der
Landesstraße L 136 untersucht. Aufgrund der nachrangigen Dringlichkeit konnte
eine Planung noch nicht aufgenommen werden. Um die Trassenführung der L 136 zu
verbessern, wird derzeit ein Ausbau zwischen Temmels und Fellerich geplant. Eine
Absenkung der Bundesstraße B 419 in Oberbillig auf Bahnniveau mit anschließender
Überbauung (Troglösung) ist derzeit nicht angedacht. Eine solche Maßnahme wäre
baulich außerordentlich schwierig zu realisieren und daher mit nicht
vertretbaren Kosten verbunden.
In Vertretung:
Prof. Dr. Siegfried Englert Staatssekretär
Druck: Landtag Rheinland-Pfalz, 26. Februar 2009 b. w. LANDTAG
RHEINLAND-PFALZ 15. Wahlperiode